Eine Parabel vom Aufstand der Dinge – Erleben Sie die dunklen Seiten Ihrer Wohnungseinrichtung…
- Regie Alberto García Sánchez
- Spiel Alberto García Sánchez, Annette Scheibler, Daniel Kartmann, Luigi Consalvo, Sigrun Nora Kilger
- Musik Daniel Kartmann
- Ausstattung & Bühne Ensemble, Heinrich Hesse, Luigi Consalvo
Oh ja, es gab sie, die goldene Zeit, in der die Dinge und die Menschen in schönster Harmonie miteinander lebten. Jeder hatte von jedem Ding nur eines und hegte und pflegte es mit Sorgfalt und Liebe. Nicht selten sah man jemanden tagelang neben seinem Stuhl sitzen, und wenn man ihn fragte, warum, sagte er: »Mein Stuhl, er fühlt sich nicht wohl.« Die Dinge ihrerseits taten alles, um ihren Erfindern dienlich zu sein. Und es war gut. Doch paradiesische Zustände halten selten lange und jede Sache hat auch einen Haken.
Stuttgarter Zeitung: “Dem Ensemble Materialtheater ist mit ›Drei Affen‹ ein Meisterstück gelungen, das an seine früheren Erfolge anknüpft. Mensch und Objekt ergänzen sich ebenso ideal wie Thema und Genre.”
Kurier Wien: “Wunderbar poetisch, teils philosophisch und vor allem immer wieder urwitzig. Double:„Als Spielort der Parabel haben sie mit Dingda einen zeitlosen Ort zwischen Schilda, Dogville und dem Paradies erdacht (…) Eine Parabel über den Materialismus und seine Folgen – Neu, einfallsreich und intelligent umgesetzt.“
Kulturwoche Wien: “Welch zugleich lapidar wie genialer Zynismus, wenn fünf Bruchstücke der Kaffeetasse sich revolutionären Mut zu globaler Solidarität zusprechen für das „Dingda“ unseres Lebens: Wir müssen bloß zusammenhalten, dann wird’s schon wieder.”
Leipziger Volkszeitung: „Man sollte sich vom Märchencharakter, vom Parabelhaften und Clownesken, das hier anklingt, nicht täuschen lassen. „Drei Affen“ ist gewiss eines nicht: einfältig. Stattdessen offeriert sich in diesem Spiel eine Welt-Entdeckungsgeschichte. Ein Staunen über das Staunen zumal. „Drei Affen“ löst das Paradoxon, etwa einen Stuhl oder ein Kehrblech noch einmal zum ersten Mal zu sehen. In Szene gesetzt ist das tricktechnisch mitunter virtuos. Wie da, wie von Geisterhand bewegt, die Kaffeekanne klappernd plappernd über den Bühnenboden rutscht, ein dreibeiniger Stuhl hinterherhinkt oder eine Mülltonne blechern Reden hallt, macht „Drei Affen“ zur Burleske über die Entdeckung und die Okkupation der Welt – und deren Aufstand dagegen. Ein Aufstand, der in der inneren Immigration aller Dinge mündet. Stumm und starr zeigen die sich jetzt – und wir glauben, dass sie es sind. Sogar, wenn sie sich uns auf unserem nächtlichen Gang zu Kühlschrank oder Klo heimlich und schadenfroh in den Weg stellen.“