- Autor Alberto García Sánchez, Sigrun Kilger
- Regie Hendrik Mannes
- Spiel Alberto García Sánchez, Sigrun Kilger
- Figuren & Objekte Alberto García Sánchez, Sigrun Kilger
- Ausstattung & Bühne Luigi Consalvo
- Kostüme Sigrun Kilger
- Licht Luigi Consalvo
Eine Koproduktion mit dem FITS / Figurentheater Stuttgart und dem Puppentheater der Stadt Halle
Mitteldeutsche Zeitung: “Ein schön-schäbig kostümiertes Paar flätzt sich auf eine zu kleine Bank, hantiert geschickt mit wunderbaren Gummiköpfen, wäscht auf sehr ulkige Weise Geld, imitiert Inspektor Columbo, simuliert einen Orgasmus und wirft mit Federn um sich. Das Stück besticht durch seine beiläufige Laszivität, seinen makaberen Scherz und den entsetzlich komischen Versuch, sich verständlich zu machen, wo keine Verständigung möglich ist. Ein kühnes Täuschungsmanöver.“
Stuttgarter Zeitung: “Sie sind exaltiert und melancholisch, listig und plakativ, philosophisch und undurchschaubar: Sigrun Kilger und Alberto García Sánchez überspringen in ihrem Hühnerkrimi lächelnd die Grenze des Zumutbaren. Alles dreht sich ums Geld in diesem Kosmos aus Habgier, Heldenmut und rührender Unschuld. Hühner, wie sie menschlicher nicht sein könnten, verfangen in einem grotesken Krimiplot, liefern sich Duelle, übergeben hochverdächtige Taschen und bestechen mit Tanz- und Gesangseinlagen. Es wird karikiert, persifliert und Objekte werden tollkühn missbraucht, mal wird mit einem Hüftschwung die Taschenlampe ein- und mit einem bösen Blick wieder ausgeschaltet. Es werden Witze gemacht, die gar keine sind, olle Songs mit der Klampfe gedudelt und Bein gezeigt. Eine orgiastische Liebesnacht.“
Abend Zeitung Nürnberg: „Stern der Woche! – Der Funkenschlag dieser Inszenierung kommt vom ständigen Schrammen an der Betonwand des Unfug. Kein grober, einlustvoller. Wer schräge Gedanken auf absurdem Spiel mag, ist bestens bedient.“
Nürnberger Nachrichten: “Keine Chance für Ermüdungserscheinungen ließ am Ende das Materialtheater Stuttgart. Das Duo Sigrun Kilger und Alberto García Sánchez treibt in seinem bis zum Anschlag überdrehten ‚Hühnerkrimi’ die Lust am Absurden mit sich selbst verausgabender Verve auf die Spitze und beweist zugleich bravouröse Schauspielkunst.“
Verführt und Verzaubert. Zum Abschluss des 14. Stuttgarter Theaterpreises 2001: “Der Hund? Nein, der ist es nicht. Auch nicht das wiehernde Pferd und nicht die Kuh. Als der Schauspielintendant Friedrich Schirmer schließlich auf den vierten ‚Tonträger’ (ein Kinderspielzeug) drückt, da beginnt es zu gackern und zu kikerikien wie im Hühnerstall. Und man ahnt bereits, was kommen wird. Der Sonderpreis der Jury für eine außerordentliche Leistung geht an den ‚Hühnerkrimi’, für die schauspielerische Vielfalt und Präzision von Alberto García Sánchez. Was kommt ist eine Liebeserklärung an den Schauspieler und Clown Alberto García, der alle spielt, den Dieb, den Tölpel und den Helden.“