Jubliäumsproduktion 40 Jahre Ensemble Materialtheater Stuttgart

Eine Koproduktion mit dem FITZ Theater animierter Formen Stuttgart und dem 25. Internationalen Figurentheaterfestival Erlangen. Gefördert durch die Konzeptionsförderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart.

„Wenn wir liberale und demokratische Gemeinwesen erhalten wollen, solltenwir nichts so fürchten, wie die Furcht.“ (Eva Illouz, israelische Soziologin)

Wir können nicht leugnen, dass die Weltsituation auch bei uns Ängste und Ohnmachtsgefühle auslöst. Die Furcht, dass Gesellschaften sich spalten, globale Konflikte sich verschärfen und wir es nicht schaffen werden, diese Krisen zu bewältigen, droht uns zu lähmen. Wie also umgehen mit der Furcht? Im Zentrum dieses Abends steht das Streitgespräch zwischen Mensch und Theaterpuppe als Parabel auf die alte und die neue Generation, die ohne einander nicht existieren können und doch versuchen, sich voneinander zu lösen. Ein Ringen voller Konflikte und Zärtlichkeiten, Entzweiung und Versöhnung und der Sinnfrage „Für was lohnt es sich noch, weiter zu spielen?“
Eine generationenübergreifende Gruppe von 10 Figuren- Schauspieler:innen, konfrontiert sich mit Kisten voller Theaterpuppen aus dem Fundus, die Vieles aus den vergangenen 4 Jahrzehnten erzählen könnten. Manche der Puppen lechzen danach, wieder im Rampenlicht zu stehen, und wittern eine Gelegenheit um sich eine neue Bühnenkarriere aufzubauen. Aber da muss Überzeugungsarbeit geleistet werden! Wenn die Puppenspieler:innen schwächeln, müssen die Puppen umso mehr ackern, um das Gleichgewicht zwischen Resignation und Aufbruchstimmung wieder herzustellen! Und umgekehrt…